Vor mittlerweile schon einiger Zeit stand ein kleines Großprojekt an – eine Torte als Hochzeitsgeschenk. Nach etwas längerer Motivsuche hatte ich mich für einen Mäusekuchen entschieden – aber alles der Reihe nach.
Endlich hatte ich es auch mal geschafft mehr Bilder zur Entstehungsphase zu machen.
Was anfangs noch gar nicht nach Käse aussah (was sich noch ändern solle) versteckte sich unter dem Kuchen. Heller Bisquit mit Zitronenganache und weißer Schokoladenganache. Die Füllungen wurden vor allem so gewählt, da alles relativ stabil ist. Das herausgeschnittene Eck sollte anschließend noch auf den größeren Teil drauf. Damit das Ganze noch Käsiger wurde fehlten natürlich auch noch die Löcher!


Was als nächstes wichtig war ist ein möglichst glatter Untergrund. Die weiße Ganache eignet sich perfekt dafür, mit viel Geduld bekommt man relativ glatte Oberflächen hin – bei beiden Käseeilen.


Als nächstes hieß es natürlich das Ganze mi Fondant einzupacken, damit es noch ein wenig mehr nach Käse aussah. Dafür hieß es also zunächst Fondant in zwei Gelbtöne (hell für die Schnittflächen, dunkel für den Rest) färben. Besonders gut eignen sich dabei die Pastenfarben von Sugarflair. Für die gesamte Menge an Fondant (weiß) habe ich ca. einen Teelöffel voll gebraucht zum Einfärben. Vorteil der Paste (und nicht flüssig wie die meisten Lebensmittelfarben in deutschen Supermärkten) ist, dass der Fondant seine Konsistenz durchs Färben nicht ändert.


Die Farben werden einfach in den Fondant hineingegknetet. Je mehr man knetet, desto gleichmäßiger wird die Farbe!
Als nächstes standen die Schnittflächen an. Dafür habe ich einen breiten Streifen aus hellem Fondant geschnitten. Die weiße Ganache ist quasi der “kleber”, so dass der Fondant am Kuchen bleibt. Anschließend kann man mit leichtem Druck die Käselöcher in den Fondant drücken.


Die überlappenden Fondantreste werden einfach abgeschnitten.

Als nächstes sollte noch der Rest des Käsestücks in Fondant gemantelt werden. Das ist immer ein heikler Teil der ganzen Arbeit – man rollt den Fondant wie einen Plätzchenteig aus, möglichst dünn, und hebt ihn dann auf den Kuchen. Leider reißt er dabei auch gerne schnell rein, je dünner er ist, desto mehr natürlich. Manchmal startet man den Versuch auch zwei-, drei-, vier-.. mal
Mit der Zeit bekommt man allerdings ein wenig übung – und kleine Rissstellen sind sowieso nicht tragisch, es gibt auch kleine Kaschiertricks

Mit einem Glätter versucht man dann den Fondant wieder möglichst Glatt zu kriegen, wo kleine Falten entstanden sind. Damit der Abschluss etwas schöner wirkt kann man noch zB kleine Kügelchen drumherum legen. Das Selbe macht man nun alles mit dem kleinen Käsestück und letztendlich werden die beiden Stücke gestapelt.

Somit ist auch die Hauptarbeit des Kuchens schon vollbracht. Jetzt hieß es “nur” noch, all die kleinen Mäuse und Dekoteile anzubringen, die ich größtenteils schon fertig gestellt hatte. Unter anderem natürlich auch das Brautpaar, das ebenfalls aus Fondant modelliert wurde.
Leider sind die Bilder von der Entstehung des Brautpaars beinahe alle von Erdboden verschwunden. Hier immerhin noch eine Aufnahme der Braut und ihrem nervenraubenden Blumenbouquet.Auch das Kleid war extrem dünn und zerbrechlich. Ihr linker Arm wurde übrigens erst ganz zum Schluss fertig gestellt, da die beiden sich am Ende ja die Hand reichen sollten.


So langsam wurde also der Käse bevölkert…


Das Brautpaar bekam natürlich den Ehrenplatz ganz oben, umringt von kleinen Rosenblättern. Auch das Datum der Trauung sollte natürlich mit auf den Kuchen.


Und somit war der Kuchen im Grunde fertig.

Fehlte nur noch die passende Kuchenplatte unter dem Glas. Die Idee war im Bilderrahmen die Entstehung des Kuchens festzuhalten, als Erinnerung für das Brautpaar. Als kleiner Gag kam noch der Spruch “Jetz is da Kaas bissn” hinzu, der sichtbar wurde, wenn der Kuchen aufgegessen war….


Ja, und das war die ganze Geschichte vom Mäusekuchen für Stefan und Tanja.
Ich hoffe ihr habt wieder einen kleinen Einblick in die Kuchenbackerei mit Fondant bekommen und festgestellt – keine Zauberei, das kann wirklich jeder mal probieren
Eure Angi